Vinur zeigte wenige Tage vor seinem Tod, dass es ihm schlecht ging. Er fraß nicht richtig, lag viel und sonderte sich vor allem von der Herde ab. Da dies Alarmanzeichen sind, brachten wir ihn direkt in die Klinik nach Gießen. Dort hofften wir eigentlich auf schnelle Hilfe. Stattdessen mussten wir erfahren, dass er nicht mehr zu retten sei. Die Diagnose war vernichtend. Vinur hatte eine schlimme Bauchhöhlenentzündung mit Harnsteinen, ganz schlechten Blutwerten und der Pansen war schon nicht mehr funktionstüchtig. Ihm war bis zum Wochenende nichts anzumerken. Da uns versichert wurde, dass man nichts mehr für ihn tun kann haben wir ihn schweren Herzens gehen lassen. Wir sind wortlos und unendlich traurig.
Vinur (*2023) war ein Flaschenlamm und hatte keinen einfachen Start ins Leben. Er kam mit Sammy von einer Tierschutzorganisation und war zwar scheu, doch für gutes Essen immer zu haben. Bei Ziegencobs fraß er sogar aus der Hand. Am Hof war er das lauteste Schaf und scheute sich nicht, mit unüberhörbarer Stimme kundzutun, wenn die Schafherde nicht sofort Freilauf bekommt.







